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Wohlauf

Diagnose Krebs: Jetzt erst recht!

Unter dem Motto “Jetzt erst recht!” begeben sich 30 Brust­krebs­pa­ti­en­tinnen im April auf eine sechs­wö­chige Reise. Sie wollen den “Camino Francés”, den Jakobsweg bezwingen. Den Brust­krebs haben sie bereits bezwungen.

Nach der Diagnose Krebs wird das Leben für die Betrof­fenen in ihren Grund­festen erschüttert. Vielen fehlen Kraft und Mut, aktiv gegen ihre Erkrankung vorzu­gehen.

Die eigene Leistungs­fä­higkeit wird oft unter­schätzt, und der Betroffene zieht sich zurück. Die abneh­mende Aktivität führt wiederum zu einer Verschlech­terung der Leistungs­fä­higkeit und letzt­endlich zu einer schlech­teren Lebens­qua­lität – ein Teufels­kreis”, erläutert Projekt­leiter Dr. Freerk Baumann vom Institut für Kreis­lauf­for­schung und Sport­me­dizin der Deutschen Sport­hoch­schule Köln. Baumann ist bereits im Jahre 2008 mit 12 Brust­krebs­pa­ti­en­tinnen über den Jakobsweg gewandert und hat mit 7 Prosta­ta­krebs­pa­ti­enten die Alpen überquert. Die wissen­schaft­lichen Ergeb­nisse des Projektes “Über den Berg – Krebs­pa­ti­enten wandern in ihre neues Leben” sind erstaunlich. Nicht nur die Lebens­qua­lität konnte nachhaltig verbessert werden, festge­stellt wurde auch eine Senkung der freien Radikale, die für eine Krebs­er­krankung mitver­ant­wortlich sein können.

Nicht nur die Lebens­qua­lität konnte nachhaltig verbessert werden, festge­stellt wurde auch eine Senkung der freien Radikale, die für eine Krebs­er­krankung mitver­ant­wortlich sein können.

Das Leben hört nicht auf. Neues Selbst­ver­trauen erlangen und einen aktiven Beitrag zur Krank­heits­be­wäl­tigung beisteuern, das wollen auch die 30 Frauen, die am 6. bzw. am 13. April den beschwer­lichen Weg von Köln nach Santiago de Compostela einschlagen. “Die Teilneh­me­rinnen werden ihre ganz indivi­du­ellen Grenzen wahrnehmen und neu definieren und feststellen, dass mit der Diagnose Krebs das Leben längst nicht aufhört”, so Baumann. “Über den Berg – Krebs­pa­ti­enten wandern in ihr neues Leben” ist mit dem Helmut-Wölte-Preis für Psycho­on­ko­logie 2009 ausge­zeichnet worden. Alle Studien-Ergeb­nisse sowie ausge­wählte Erleb­nis­be­richte der Teilnehmer/innen hat Dr. Freerk Baumann in seinem Buch “Die Macht der Bewegung” zusam­men­ge­tragen.

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Dr. Freerk Baumann
Institut für Kreis­lauf­for­schung und Sport­me­dizin
www​.freerk​-baumann​.de

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